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Das richtige Gebiss

Das richtige Gebiss - Die Qual der Wahl... 

Grundsätzlich haben Schwierigkeiten beim Reiten 3 mögliche Ursachen:
 
1.  Reiter 

2.  Sattel 

3.  Gebiss 

Bis Sie das perfekt Gebiss, welches ja immerhin das Verbindungsstück Ihrer Hand zum Pferdemaul und somit eigentlich sehr wichtig ist, gefunden haben, vergeht oft einige Zeit. Unzählige Gebisse werden gekauft und doch wieder für nicht optimal empfunden. Tatsache ist: Das wird Ihnen wahrscheinlich nicht ausbleiben. Denn ein Patentrezept gibt es in diesem Fall nicht. Jedes Pferdemaul ist so unterschiedlich wie ein Fingerabdruck. Keines gleicht dem anderen. Hier ist Ihre Experimentierfreude gefragt. Nicht immer ist die Reiterhand schuld, oft ist es auch eine Frage des richtigen Gebisses. Ritten früher Reiternomaden noch mit gedrehtem Rohleder, so gibt es heute eine große Auswahl an geeigneten Materialien.Von Edelstahl, Eisen, Messing über Kupfer oder Nickel – die Auswahl ist groß. Bitte beachten Sie: Ebenso wie beim Menschen treten auch bei Pferden Allergien auf, die zu offenen Wunden führen können. Sollte dies passieren, so ist oft ein Materialwechsel ratsam.

Das Gebiss liegt im zahnfreien Bereich zwischen dem letzten Schneidezahn und dem ersten Backenzahl, auf den Laden im Unterkiefer, den Lefzen und vor allem auf der Zunge. Bemerkenswert ist hier, dass die Zunge – als größter Muskel im Kopf – direkt über die Kehle und den Hals mit der Schulter verbunden ist. So liegt es nicht fern, dass Verspannungen in der Zunge (eventuell durch ein falsches Gebiss ausgelöst) auch zu Verspannungen in der Schulter führen können.  

In Studien fand man heraus, dass Größe und Weite des Mauls geringer als bisher angenommen sind. So wird der Grundsatz „Je dicker das Gebiss, desto besser fürs Maul“ rasch revidiert. Dicke Gebisse sind somit nicht unbedingt besser für Ihr Pferd.

Bitte beachten Sie bei der Wahl des Gebisses

  • Mögliche Allergien.
  • Gebisse auf Unebenheiten, Kanten, Bruchstellen überprüfen.
  • Jedes Maul ist anders. Besser mehrere Gebisse probieren.
  • Einfach oder doppelt gebrochene Trensen empfehlen sich am ehesten zu empfehlen.
  • Manche Pferde nehmen Stangengebisse besser an. Ausprobieren!
  • Kopfschlagen, gegen die Hand gehen, Zähneknirschen oder sich schwer aufzäumen lassen sind oft Resultate eines falschen Gebisses.
  • Dicke Trensen sind nicht unbedingt besser. Zahnprobleme können auch Grund für Widersetzlichkeiten sein.

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