FAQ & Anpassungshilfe


 

Kurz vorweg: 

Bitte bedenken Sie, dass ein Lederbaum Sattel eingeritten werden muss (ca. 20-30 Mal Reiten). Das heißt, der Sattel muss sich erst setzen, sich dem Pferderücken anpassen. Sie können den Sattel aber selbstverständlich danach auch für andere Pferde verwenden. Nach dieser "Anpassungsphase" sitzt man sehr nahe am Pferd, der Sattel hat sich angeformt. Natürlich wird der Sattel bereits zu Beginn so angepasst, dass er bedenkenlos geritten werden kann und keine Druckpunkte oÄ beim Pferd verursacht. In der Regel laufen die meisten Pferde bereits in den ersten Minuten freier, gelöster, entspannter, dehnen sich mehr und treten mehr unter. 

 

1. Muss ich für die HIDALGO Lederbaum Sättel ein spezielles, Druck absorbierendes Pad verwenden?

Grundsätzlich ist dies bei den HIDALGO Lederbaum Sätteln nicht nötig, da diese Sättel Wirbelsäulenfreiheit garantieren. Zudem sind unsere Lederbaum Sättel nur bis zu einem gewissen Grad flexibel. Das gewährleistet die Druckverteilung auf eine größere Fläche. Der Druck wirkt nicht punktuell. Gegen ein zusätzlich Druck absorbierendes Pad ist nichts einzuwenden. Ein solches lässt sich immer empfehlen. HIDALGO empfiehlt Ihnen für diese Zwecke etwa ein (füllbares) Lammfellpad oder eine spezielle (füllbare) Schabracke mit Einsätzen wie zB von Grandeur. 

 

2. Gibt es eine Gewichtsgrenze für Lederbaum Sättel?

Für die HIDALGO Lederbaum Sättel gibt es keine Gewichtsobergrenze. Die Sättel haben -wie auch oben bereits beschrieben- Panels (Sattelkissen), welche die Wirbelsäule frei halten. Diese Panels sind in solchem Maße flexibel, dass sie das Gewicht gut verteilen können und dieses nicht nur punktuell einwirkt. Zudem sind die Sattelkissen verstellbar, sodass Sie diese individuell Ihrem Pferd anpassen können.

 

3. Für welche Art Pferd ist ein HIDALGO Lederbaum Sattel geeignet?

Im Prinzip können Sie unsere Lederbaum Sättel auf jegliche Art von Pferd anpassen. Dank der klettbaren Kissen und Schabracken zB. von Grandeur ist dies sehr einfach. Gerne helfen wir oder einer unserer Händler Ihnen bei der Anpassung an Ihr Pferd. Auch hoher Widerrist ist mit der richtigen Anpassung kein Problem, ebensowenig sehr kurze oder sehr runde Pferde.

 

4. Ich habe gehört, dass Lederbaum Sättel rutschen?

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dies eben bei den HIDALGO Lederbaum Sätteln nicht der Fall ist.  Ganz im Gegenteil! Durch die Panels und die 3 Punkt- Gurtung hält der Sattel sehr gut und rutscht nicht. HIDALGO empfiehlt Ihnen einen anatomisch geformten Kurzgurt (wir führen anatomische oder Mondgurte) oder zB. einen Marjoman X-Pand zum Sattel.

 

5. Was mache ich, wenn der Sattel nun doch nicht passt?

Sie können den Sattel innerhalb der Rückgabefrist von 14 Tagen an HIDALGO zurückschicken. Sollte der Sattel Gebrauchsspuren aufweisen, werden wir einen entsprechenden Betrag in Abzug bringen. Bitte lesen Sie dazu ausführlicher in unseren AGB. Natürlich bieten wir Ihnen vor Kauf einen unserer zahlreichen Testsättel an oder Sie holen einen unserer Partner vor Ort.

 

6. Gibt es die HIDALGO Lederbaum Sättel in verschiedenen Größen, Farben?

Sollten Sie eine bestimmte Sattellänge bzw Sitzgröße benötigen, geben Sie dies bitte vor Ihrer Bestellung bekannt. Abweichende Größen müssen gesondert bestellt werden. Auch besondere Farbwünsche sind auf Bestellung möglich. Wir haben viele Möglichkeiten! Sie konfigurieren Ihren Sattel selbst!

 

7. Ist ein Lederbaum Sattel nicht zu biegsam, um den Druck noch sinnvoll zu verteilen?

Nein, HIDALGO Lederbaum Sättel haben einen Leder"baum". Sie sind also nicht wirklich gänzlich ohne Druckverteilungsmodul. Dank unseres HIDALGO Lederbaums und eines formgebendes Elements im Bereich der Steigbügelaufhängung ist es unseren Sättel möglich, ihre Form zu bewahren und den Druck gut zu verteilen. Der Sattel hat somit einen schönen Wirbelkanal und eine tolle Widerristfreiheit. "Platt" werden kann er daher nie. Unsere Lederbaum Sättel von HIDALGO sind nur bis zu einem gewissen Grad flexibel. Nämlich soweit, wie eine Flexibilität noch Sinn macht und nicht zur punktuellen Einwirkung führt. Ein wohl durchdachtes System!

 

8. Warum klettbare Sattelkissen?

Die klettbaren Sattelkissen haben den Vorteil, dass Sie den Sattel bzw dessen Lage individuell an den Rücken Ihres Pferdes anpassen können. Sie können die Wirbelkanalfreiheit selbst wählen. Zudem haben Sie die Möglichkeit mittels den klettbaren Keilkissen Unebenheiten auszugleichen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie nicht mehr Aufpolstern müssen. Sie bestellen ganz einfach neue Panels und tauschen diese aus. Länge, Stärken (vorn -mittig - hinten) wählen Sie selbst. Ihr Vertriebspartner oder unser Serviceteam hilft Ihnen da gern. Unsere Kissen bestehen aus verschiedenen Schichten sorgfältigst ausgewählter Schaumstoffarten, einem Sandwichsystem.

 

9. Wie passe ich die Kissen an bzw. kann ich das selbst machen?

Mit etwas Fingerspitzengefühl und "Hausverstand" ist es eigentlich nicht schwierig, den Sattel bzw. die Kissen selbst anzupassen. Anzuraten ist, mit dem Ankletten hinten zu beginnen. Man beginnt in der Mitte der Unterseite und zeichnet diese gegebenengfall. an. Bei den meisten Pferden ist der Wirbelkanal mit ca 4 Fingern zu wählen.

Darauf klettet man leicht V-förmig nach vorne. Durch Versetzen der Kissen vorne (rauf oder runter) kann man selbst den Schwerpunkt des Sattels verändern und an den jeweiligen Pferderücken anpassen.

Dabei gilt: Je breiter das Pferd, desto breiter wird vorn geklettet. Je schmäler das Pferd, desto schmäler wird er vorne sein (Vorsicht aber, dass der Wirbelkanal nicht zu schmal wird!).

Bei Pferden mit Atrophie (zB. bei zu wenig Muskulatur im Bereich des Trapezius) empfehlen wir ein Grandeur Pad oder ähnliches gegebenenfalls mit Einlagen (zB. Moosgummi, Filz), damit hier nichts drücken kann und das Pferd wieder Muskulatur aufbauen kann. Wir haben hier sehr tolle Erfolge erzielen können!

 

10. Womit sind diese Kissen gefüllt?

Unsere Sattelkissen bestehen aus mehreren Schichten verschiedenen Schaumstoffs und können in den verschiedensten Längen und Stärken (Vorn-Mitte-Hinten wählbar) erworben werden.

Eine Filzverstärkung zur zusätzlichen Druckverteilung ist bei allen machbar.

 

11. Gibt es einen Unterscheid zwischen Lederbaum und baumlosem Sattel?

 Ja, sehr wohl! Der Lederbaum Sattel besitzt eine Art Sattelbaum, der aus gehärtetem und geformtem Leder besteht. Dieser Baum ist voll flexibel und fungiert als Druckverteilungsmodul.

Der Lederbaum ist im Übrigen keine neue Erfindung. Es gibt ihn seit sehr langer Zeit, bedenkt man, dass bereits im Mittelalter die Sättel damit ausgestattet waren.

 

12. Warum sollte man einen Lederbaum einem herkömmlichen Sattel gegenüber bevorzugen?

 Nun, der Lederbaum Sattel hat die Möglichkeit sich dem Pferderücken zur Gänze von selbst anzupassen. Durch Wärme und der Bewegung des Pferdes kann sich der Lederbaum in kürzester Zeit perfekt anpassen und wächst mit dem Pferd mit.

 

13. Was ist das Besondere am HIDALGO Lederbaum?

 Der HIDALGO Lederbaum hat kein Kopfeisen. Daher ist es ihm möglich, sich auch in der Kammer perfekt anzupassen. Dank dieser flexiblen Kammer können Pferde wieder Muskulatur im Bereich des Trapezius aufbauen. Zahlreiche positive Ergebnisse von sogenannten „Problempferden“ bestätigen uns dies.

 

14. Passt der HIDALGO Lederbaum auch auf sehr breite Pferde oder sehr kurze? Was ist bei viel Widerrist?

Ja, auch hier lassen sich unsere Lederbäume super anpassen! Bei sehr breiten Pferden passen eigentlich alle unsere Sättel. Wir haben hier sehr schöne Ergebnisse selbst bei Kammerweite 40 erzielen können, da sich der Sattel auch in der Kammer, dank fehlendem Kopfeisen, ideal anpassen kann.

Kurze Pferde sind absolut kein Thema dank der klettbaren Kissen. Bei sehr kurzen Kissen empfehlen wir ein entsprechendes Pad, da der Sattel dann etwas überstehen wird, was aber absolut kein Problem darstellt. Bei viel Widerrist passt die Spezial Serie am besten.

 

15. Wie werden die HIDALGO Sättel gegurtet?

Unsere Sättel sind standardmäßig mit einer 3-Punkt-Gurtung ausgestattet bzw. mit einer DoppelV-Gurtung (wie zb. beim HIDALGO Nevada), welche den Sattel optimal in Balance halten (Sie brauchen dann einen Kurzgurt!) oder einfach mit kurzen Strupfen (wie zB. beim Alicante, London VS oder Sydney - dann verwenden Sie einen Langgurt) ausgestattet. Sie können gerne auch eine individuelle Gurtung wählen. Sprechen Sie uns einfach darauf an!

 

16. Was ist, wenn ich ein sehr breites Becken habe und mir die normale Sitzfläche zu schmal vorkommt?

Kein Problem, dafür haben wir vor mehreren Jahren den sogenannten "Lady´s choice" (kurz "LC") Sitz entwickelt. Dieser ist etwas breiter in der Sitzfläche und kommt einer breiteren Beckenstellung sehr entgegen.

 

17. Was mache ich, wenn ich ein sehr überbautes Pferd habe?

Bei überbauten Pferden empfehlen wir in der Regel kürzere Kissen, die vorne etwas höher sind. Sie können aber ebenso Ihr Pad im vorderen Bereich etwas füllen.

 

18. Wie lange hält so ein HIDALGO Lederbaum? Und wird der mal platt?

Da Ihr HIDALGO Lederbaum Sattel ja mit Ihrem Pferd mitwächst, können Sie diesen praktisch ein ganzes Pferdeleben auf dem selben Pferd verwenden. Dank seiner durchdachten Konstruktion kann er nicht platt werden. Die Wirbelsäulenfreiheit ist immer gegeben.

Am besten lassen Sie Ihren HIDALGO regelmäßig (ca. einmal im Jahr im Normalfall) durch einen unserer Fachberater kontrollieren.