Maximale Auflagefläche

Der Sattel sollte in jedem Fall HINTER der Schulter liegen, ca. 2 Finger. Sie können das Ausmaß leicht feststellen, in dem Sie ein Bein des Pferdes nach vorne anheben. Am Schulterblattknorpel erkennen Sie dann, wieviel Platz die Schulter zur Rotation benötigt.


Nach der letzten Rippe darf er ebenso nicht mehr aufliegen, da er sonst in den empfindlichen Lendenbereich drücken würde. Ein Sattel, der hier noch aufliegt, kann ursächlich für Taktunreinheiten, (schwere)  Verspannungen und sogar Lahmheiten sein! Die letze Rippen können Sie bei den meisten Pferden ganz gut ertasten.

Muskelatrophien und Ermittlung der korrekten Kammerweite Ihres Pferdes

Was vielfach fälschlicherweise als "gute Sattellage" bezeichnet wird, ist eine mehr oder weniger ausgeprägte Atrophie (Abnahme von Muskelmasse infolge von Nichtverwendung oder Nichtverwendbarkeit) des Trapezmuskels oder langen Rückenmuskels.


Ursachen dafür sind zB. zu enge oder zu weite Kammerweite, zu enger Wirbelkanal etc. Schließlich ist es ganz simpel: Muskulatur, die nicht arbeiten kann (zB. aufgrund zuviel Drucks), verkümmert, bildet sich zurück.

Da der Ansatz des Trapezmuskels an der Wirbelsäule sehr schmerzempfindlich ist, ist hier besonders Bedacht zu nehmen. Würden Sie ohne Sattel reiten, so würde Sie Ihr Pferd auch immer dahinter platzieren. 

 

Die korrekte Kammerweite misst man nicht etwa dort, wo das Kopfeisen liegen würde (was sehr oft falsch gemacht wird!), sondern am Schulterblatt. Nur der Schulterblattwinkel gibt die richtige Auskunft über die erforderliche Winkelung des Kopfeisens. Sozusagen der SOLL und nicht IST Zustand! Leider muss man dazu bemerken, dass hier allzu oft nicht korrekt gemessen wird, auch von langjährigen Sattlern! Messen können Sie ganz einfach selbst zB. mit einem Kurvenlineal oder Schablonen gibt es unter: office@hidalgo-sattel.com.

 

Noch etwas: Eine Rippenbiegung, wie wir es leider auch oft hören, gibt es nicht oder kaum! Die Biegefähigkeit des Brustkorbes ist beim Pferd sehr eingeschränkt!